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Fahrradschaltung erklärt: so bedienst du die Schaltung an deinem CUBE Bike und E-Bike

Die erste Steigung nach dem Kauf zeigt schnell, ob die Gänge passen. Dafür ist die Schaltung da: Sie sorgt dafür, dass du am Berg leicht und in der Ebene zügig trittst. Andere sagen Gangschaltung, gemeint ist dasselbe. An einem CUBE bedienst du sie je nach Rad mit einem Hebel unter dem Griff oder mit einem Drehgriff. Manche Räder schalten sogar selbst. Wir zeigen dir, woran du deine Schaltung erkennst und wie du sie bedienst, auch am E-Bike.


Wie funktioniert eine Fahrradschaltung?

Eine Fahrradschaltung verändert die Übersetzung zwischen Tritt und Hinterrad. Bei der Kettenschaltung läuft die Kette vorn über das Kettenblatt an der Kurbel und hinten über eines der Ritzel, die zusammen die Kassette bilden. Je größer das Ritzel, desto leichter trittst du. Das kleine Ritzel ist der schwere Gang.

Den Wechsel übernimmt das Schaltwerk am Hinterrad, das die Kette auf das nächste Ritzel führt, sobald du am Lenker schaltest. Bei der Nabenschaltung fehlt es. Die Gänge liegen dort geschützt im Inneren der Hinterradnabe, außen siehst du nur ein einzelnes Ritzel.

Mehr Gänge bedeuten übrigens nicht automatisch einen leichteren Berggang, entscheidend ist die Spanne zwischen kleinstem und größtem Ritzel der Kassette. Welche Schaltung ein Rad hat, verrät der Lenker.


Woran erkennst du, welche Schaltung dein CUBE hat?

An jedem CUBE sitzt eine von fünf Schaltarten. Erkennbar ist sie am Bedienelement am Lenker und daran, ob am Hinterrad ein Schaltwerk hängt.

Schaltart So erkennst du sie Beispiele bei CUBE
Kettenschaltung, mechanisch Trigger mit zwei Hebeln unter dem Griff, Schaltwerk am Hinterrad Reaction Hybrid, Stereo Hybrid, Kathmandu Hybrid, Aim
Kettenschaltung, elektronisch Schalter mit Tasten, Shimano Di2 oder SRAM AXS AMS Hybrid, Stereo Hybrid ONE44 HPC, Agree
Nabenschaltung mit Gängen Drehgriff, kein Schaltwerk, Shimano Nexus Aruba Hybrid, Compact Hybrid, Fold Hybrid, Supreme Hybrid
Stufenlose Nabe Drehgriff ohne feste Gangstufen, Enviolo Editor Hybrid, Supreme Hybrid, Cargo Hybrid, Longtail Hybrid
Automatisch kein Schalthebel, die Nabe wählt die Übersetzung selbst, Enviolo Automatiq Kathmandu Hybrid Comfort und Deluxe, Supreme Hybrid Deluxe

An allen CUBE E-Bikes mit Kettenschaltung sitzt vorn ein einziges Kettenblatt. Du bedienst dort also nur einen Schalthebel. Zwei Kettenblätter und damit einen zweiten Hebel gibt es nur an Rädern ohne Motor, etwa am Trekkingrad Kathmandu oder am Rennrad Agree. Am Gravelbike ist 1× oder 2× am Nuroad eine Frage des Einsatzes. Einzelne Editor Hybrid fahren ganz ohne Schaltung, mit einem Singlespeed-Zahnriemen.

Innerhalb einer Baureihe bestimmt die Linie vor allem Schaltung und Bremse. Deshalb lohnt der Blick, welche Schaltgruppe zu welcher Ausstattungslinie gehört, bevor du zwei Räder vergleichst.


Wie bedienst du Schalthebel und Trigger?

Ein Trigger ist ein Schalthebel unter dem Lenkergriff, den du bedienst, ohne die Hand vom Griff zu nehmen. Bei Shimano heißt die Bauform Rapidfire Plus. Sie hat zwei Hebel für Daumen und Zeigefinger, die gegensätzlich arbeiten:

  • Haupthebel: schaltet zurück in leichtere Gänge. Mit einem Schalthub nimmst du bis zu drei Gänge auf einmal, praktisch, wenn die Steigung plötzlich beginnt.
  • Zweiter Hebel: schaltet hoch in schwerere Gänge. Du schiebst ihn mit dem Daumen weg oder ziehst ihn mit dem Zeigefinger heran.

An vielen CUBE E-Bikes sitzt eine Variante mit dem Zusatz Single Click, etwa der Shimano Deore XT SL-M8210. Shimano nennt die Ausführung Single Shift und hat sie für E-Mountainbikes gebaut. Jeder Klick schaltet genau einen Gang. Willst du drei Gänge leichter, drückst du also dreimal.

Tauschst du einen verschlissenen Hebel, muss die Fachzahl zu Schaltwerk und Kassette passen. Die Bedienart wählst du nach Gefühl, passende Schalthebel und Trigger gibt es von Shimano und SRAM.


Wie schaltest du elektronisch mit Di2 und AXS?

Bei Shimano Di2 und SRAM AXS ersetzt eine Taste den Hebelweg. Du tippst, und das Schaltwerk wechselt den Gang elektrisch. Kraft brauchst du dafür kaum, auch nicht unter Last. Welche Taste welchen Befehl auslöst, legst du bei Shimano mit E-Tube Project fest. Elektronisch schalten etwa das Kathmandu Hybrid ONE11 mit Shimano XT Di2 und das AMS Hybrid ONE44 mit der SRAM GX Eagle Transmission.

Am E-Bike mit Bosch-Antrieb kommt eine Funktion dazu. Bosch nennt das Zusammenspiel mit Di2 eShift. Der Motor erkennt den Gangwechsel und nimmt die Unterstützung kurz zurück, deshalb schaltest du auch am Berg sauber. Den eingelegten Gang blendet das Display kurz ein. Geschaltet wird trotzdem immer am Shimano-Schalter, nicht an der Bosch-Bedieneinheit.


Wie bedienst du Drehgriff und Nabenschaltung?

Am Drehgriff drehst du den Griff, bis der gewünschte Gang anliegt. Die Shimano Nexus mit fünf Gängen sitzt zum Beispiel im Compact Hybrid und im Fold Hybrid. Shimano gibt dafür zwei Regeln mit. Beim Schalten nimmst du Druck vom Pedal, und während du trittst, schaltest du einen Gang nach dem anderen. Unter Last schaltet die Nabe trotzdem zuverlässig, Shimano hat sie auf hohes Tretmoment ausgelegt.

Die Enviolo-Nabe kennt keine festen Stufen. Du drehst so lange weiter, bis sich das Treten passend anfühlt. Bei Enviolo Automatiq entfällt sogar das Drehen. Du legst in der Bosch eBike Flow App oder am Display die Trittfrequenz fest, die du fahren willst, und die Nabe passt die Übersetzung daran an. Das Kathmandu Hybrid mit Enviolo-Nabe gibt es mit Drehgriff und mit Automatik.


Wann schaltest du am besten?

Schalte, bevor es schwer wird. Den leichteren Gang legst du vor dem Anstieg ein, nicht erst mitten am Hang, und vor der Ampel genauso, damit du im leichten Gang wieder anfährst. Auch Gegenwind oder ein Wechsel auf Schotter ist ein guter Moment.

Die Richtschnur ist dein Tritt. Wird er zäh und langsam, schaltest du leichter, dreht er fast ohne Widerstand, schaltest du schwerer. Ein gleichmäßiger Tritt bringt dich entspannter ans Ziel als viel Kraft bei wenig Umdrehung.

Beim Schalten trittst du weiter. Shimano schreibt vor, die Kurbel beim Schalten in Bewegung zu halten, denn ohne Drehung wandert die Kette nicht auf das nächste Ritzel. Den Druck auf das Pedal nimmst du dabei kurz zurück.


Was ist beim Schalten am E-Bike anders?

Am E-Bike bedienst du zwei Dinge getrennt. Die Unterstützungsstufe stellst du an der Bosch-Bedieneinheit am Lenker ein, etwa an der LED Remote oder am Purion 200. Sie regelt, wie stark der Motor mitschiebt, der Gang dagegen, wie schwer du trittst. Mehr Unterstützung ersetzt den passenden Gang nicht, beide arbeiten zusammen.

Weil der Motor mitschiebt, gilt die Regel zum Druck hier besonders: Schalte früh und nimm dabei kurz Kraft vom Pedal. Mit einem Single-Click-Hebel schaltest du ohnehin Gang für Gang. Bei Di2 mit Bosch eShift übernimmt der Motor einen Teil davon und nimmt die Unterstützung beim Schalten selbst zurück. Wie kräftig er schiebt, hängt an den Bosch-Motoren im CUBE E-Bike und ihrem Drehmoment.


Welche Fehler beim Schalten vermeidest du?

Drei Fehler beim Schalten lassen sich leicht vermeiden:

  • Unter vollem Druck schalten: Mitten am Steilstück wechselt die Kette unsauber. Schalte vorher oder nimm den Druck kurz raus.
  • Beim Schalten aufhören zu treten: An der Kettenschaltung bleibt die Kurbel in Bewegung, sonst wechselt der Gang nicht.
  • An der Nexus mehrere Gänge auf einmal: Während du trittst, schaltest du dort einen Gang nach dem anderen.

Nach einem Sturz lohnt außerdem ein Blick aufs Schaltauge, das bei CUBE austauschbar ist und bei kleinen Missgeschicken vor teuren Reparaturen schützt. Passende Schaltaugen für CUBE gibt es einzeln.

Wechselt die Kette trotz richtiger Bedienung nicht sauber, ist die Schaltung verstellt. Dann hilft es, die Schaltung neu einzustellen.