Am steilen Stück zieht der eine Motor spürbar durch, in der Stadt reicht der andere locker und bleibt dabei leiser. Fast alle E-Bikes von CUBE fahren im Modelljahr 2027 mit Bosch, verteilt auf acht Motorfamilien zwischen 45 und 120 Nm.
Der 45-Nm-Antrieb am Stadtrad ist dabei auch kein schwächerer CX. Er sitzt in der Hinterradnabe statt im Tretlager und ist für einen ganz anderen Einsatz gebaut, nämlich für kurze Wege in der Stadt. Welcher Motor passt, hängt deshalb vor allem am Rad und an deiner Strecke.
Die acht Bosch-Antriebe im Überblick
Im Modelljahr 2027 finden sich acht Motorfamilien in den CUBE Bikes.
|
Motor |
Drehmoment |
Typische Baureihen |
| Performance Line CX |
100 bis 120 Nm |
Reaction Hybrid, Kathmandu Hybrid, Stereo Hybrid |
| Performance Line (75 Nm) |
75 Nm |
Reaction Hybrid, Supreme Hybrid HPA, Touring Hybrid |
| Performance SX |
55 bis 60 Nm |
Nuroad Hybrid, Kathmandu Hybrid, AMS Hybrid ONE44 |
| Cargo Line |
85 bis 120 Nm |
Trike Hybrid, Cargo Hybrid, Longtail Hybrid |
| Performance Line PX |
90 Nm |
Touring Hybrid, Supreme Hybrid HPA |
| Hub Line |
45 Nm |
Editor Hybrid |
| Performance Line CX-R |
100 bis 120 Nm |
Stereo Hybrid, AMS Hybrid 177 |
| Performance Line Speed |
100 Nm |
Kathmandu Hybrid 45 |
Den Motor wählst du bei CUBE über die Baureihe. Entscheidest du dich für ein Reaction Hybrid, bekommst du entweder die Performance Line CX oder die kleinere Performance Line mit 75 Nm.
Was die Nm-Zahl auf dem Datenblatt bedeutet
Das Drehmoment in Newtonmetern (Nm) bemisst den Schub, den der Motor auf die Kurbel überträgt, ein Unterschied, der sich vor allem beim Starten und an Steigungen bemerkbar macht, während er im Flachen im Hintergrund bleibt.
Die Prozentangabe wiederum kennzeichnet den Verstärkungsfaktor der eigenen Pedalkraft: Stehen dort 340 Prozent, steuern die Beine 100 Watt bei und das System legt 340 Watt obenauf, was maßgeblich den Eindruck der Leichtigkeit beim Fahren prägt.
Aussagekräftig werden diese Werte jedoch erst im Kontext von Tempogrenzen und Fahrstufen, wie das Beispiel des Power-Upgrades 2.0 zeigt.
Als technische Basis dient dabei das Smart System, welches Antrieb und Energiespeicher verbindet, ergänzt um Steuerungselemente und Anwendungen wie die eBike Flow App.
Wie du auf 120 Nm kommst
Ab Werk liefert die Performance Line CX keine 120 Nm. Die bekommst du erst über das Power-Upgrade 2.0, ein Software-Update, das du in der eBike Flow App selbst herunterlädst und freischaltest.
- Kostenlos, seit dem 4. Mai 2026 verfügbar, für Räder der Modelljahre 2026 und 2027
- Gilt nur für die Performance Line CX der fünften Generation samt CX-R, die kleineren Familien sind nicht kompatibel
- Freischaltung und Einstellung je Fahrmodus laufen in der eBike Flow App, das passiert nicht automatisch
- Die Freischaltung hängt an deinem eigenen Bosch-Konto, ein Händler kann sie dir deshalb nicht vorab einstellen
Damit gibt es zwei Zustände, ab Werk und nach dem Upgrade:
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Zustand |
Drehmoment |
Unterstützung |
Motorleistung |
| CX ab Werk |
85 Nm |
340 % |
600 W |
| CX nach Upgrade |
bis 120 Nm |
bis 600 % |
600 W |
| CX-R ab Werk |
100 Nm |
400 % |
750 W |
| CX-R nach Upgrade |
bis 120 Nm |
bis 600 % |
750 W |
Die 600 Prozent gelten allerdings nur bis 15 km/h und nur in den Modi Race, Turbo, eMTB+, Cargo und Auto. Darüber gelten die Standardwerte des Modus. Ob dein Rad noch im Werkszustand ist oder das Upgrade schon hat, siehst du in der eBike Flow App.
Warum nicht jede CX 120 Nm erreicht
Bei den meisten CX-Modellen, etwa im Reaction Hybrid und im Stereo Hybrid, liegt die Obergrenze bei 120 Nm. Im Kathmandu Hybrid HPA und im Supreme Hybrid sind es 100 Nm.
Bosch erlaubt CUBE, das maximale Drehmoment per Werkseinstellung zu deckeln. Im Datenblatt steht deshalb die Obergrenze nach dem Upgrade und nicht der Auslieferungszustand. Gedeckelt wird vor allem am Trekkingrad, wo mit Gepäck die Dauerlast mehr zählt als ein hoher Spitzenwert und ein niedriger gesetzter Peak Kette und Ritzel schont.
Die acht Antriebe im Einzelnen
Der CX ist der Antrieb, dem du bei CUBE am häufigsten begegnest. Er gehört zur fünften Generation im Smart System und sitzt im Reaction Hybrid ebenso wie im Kathmandu Hybrid und im Stereo Hybrid, je nach Modell mit 100 oder 120 Nm. Meist ist er mit dem PowerTube 800 kombiniert. Sein Revier sind E-MTB und schwere Trekkingräder, überall dort, wo Steigung und Zuladung zusammenkommen.
Alle CUBE E-Bikes mit Bosch-Antrieb findest du in der E-Bike-Kategorie.
Den CX-R gab es schon im Modelljahr 2026. Er treibt die Topmodelle des Stereo Hybrid und des AMS Hybrid 177 an und liefert ab Werk 100 Nm bei 400 Prozent und 750 W. Nach dem Power-Upgrade zieht er bei Drehmoment und Unterstützung mit dem CX gleich. Was bleibt, ist die höhere Motorleistung von 750 W und die eigene Abstimmung.
Der SX ist ein eigenes, leichteres System und keine gedrosselte CX. Er fährt immer mit dem CompactTube 400, etwa im Nuroad Hybrid, im Kathmandu Hybrid und im AMS Hybrid ONE44. Mit 55 bis 60 Nm passt er zu Gravel und Fitness und zu leichten E-Mountainbikes, bei denen das Fahrgefühl mehr zählt als die Schubkraft.
Mit 75 Nm ist die Performance Line der Einstieg bei den Erwachsenenrädern. Du findest sie unter anderem im Reaction Hybrid, im Supreme Hybrid HPA und im Touring Hybrid. Bedient wird sie meist über das Purion 200, das die Anzeige gleich in der Bedieneinheit trägt. Für Alltag und Tour reicht das.
Der PX leistet 90 Nm und sitzt im Touring Hybrid und im Supreme Hybrid HPA. Am Lenker dieser Räder findest du fast immer das neue Intuvia 200.
Cargo Line
Wie stark die Cargo Line schiebt, hängt am Rad. Im Trike Hybrid sind es 85 Nm, im Cargo Hybrid je nach Ausführung 95 oder 100 Nm und im Longtail Hybrid bis zu 120 Nm.
Ein Teil der Trike-Räder fährt zusätzlich mit zwei PowerTube 750 Axial gleichzeitig und kommt so auf 1.500 Wattstunden. Der Motor bleibt dabei derselbe.
Ihr Einsatz ist der Transport mit Zuladung, bei dem Dauerlast und Reichweite mehr zählen als der Spitzenwert. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das CUBE Trike Hybrid.
Hub Line
Der Hub Line sitzt als einziger der acht Antriebe in der Hinterradnabe. Er leistet 45 Nm, fährt nur im Editor Hybrid und wird über den LED Controller bedient, ganz ohne Display.
Dadurch läuft er leise, und Kette und Kettenblatt müssen keine Motorkraft übertragen. Am steilen Anstieg schiebt er dafür weniger, seine Stärke ist das Stadtrad auf kurzen Pendelstrecken, wo es auf Ruhe und wenig Wartung ankommt.
Mit dem Speed-Antrieb unterstützt das Rad bis 45 km/h und ist damit ein S-Pedelec. Bei CUBE sitzt er im Kathmandu Hybrid 45 und leistet 100 Nm.
Die übrigen sieben Bosch-Antriebe regeln bei 25 km/h ab, die Räder gelten als zulassungsfreies Pedelec. Für ein Speed-Rad brauchst du dagegen ein Versicherungskennzeichen und mindestens die Führerscheinklasse AM.
Welcher Akku zu welchem Motor passt
Frei kombinieren lassen sich Motor und Akku bei CUBE nicht, denn mit der Wahl des Motors steht auch der Akku fest. Zum SX gehört immer der CompactTube 400, zum CX meist der PowerTube 800. Nur das Trike Hybrid trägt zwei Akkus.
Mehr Kapazität macht einen schwächeren Motor nicht stärker, und ein kräftiger Motor braucht auf derselben Strecke mehr Energie. Welche Kapazität zu welchem Einsatz passt, steht im Beitrag zu den Bosch-Akkus.
Was 2027 am Cockpit neu ist
Am Lenker tut sich 2027 mehr als am Motor, denn zwei Bedienteile sind neu.
Der LED Controller ist rund 65 Prozent kleiner als sein Vorgänger, die LED Remote, und lädt über USB-C mit bis zu 10 W. Den Akkustand zeigt er allerdings nur noch über eine einzelne LED statt in Zehn-Prozent-Schritten.
Das Intuvia 200 ist ein fest montiertes Display mit 2,4 Zoll in Graustufen, ohne Navigation und ohne Ladefunktion. Bei CUBE sitzt es nur an Rädern mit der Performance Line PX.
Viele Räder kommen inzwischen ganz ohne separates Display aus. Beim Purion 200 und beim LED Controller steckt die Anzeige in der Bedieneinheit, alles Weitere übernimmt das Smartphone.
Welcher Bosch-Motor passt zu deinem Einsatz
Fünf Einsatzprofile helfen bei der Wahl:
- Steile Anstiege mit Gepäck oder auf technischem Untergrund: Hier zählt Spitzendrehmoment, also Performance Line CX oder CX-R mit Power-Upgrade.
- Lange Touren auf gemischtem Untergrund: Ausdauer ist wichtiger als der Spitzenwert, die Performance Line mit 75 Nm oder der PX tragen dich gut durch den Tag.
- Gravel und Fitness: Der SX mit dem kleineren CompactTube 400 hält das Rad leicht.
- Kinder oder Lasten transportieren: Dafür ist die Cargo Line gebaut.
- Stadt und Pendeln: Der leise, wartungsarme Hub Line reicht völlig aus.
Im Stereo Hybrid ONE44 gibt es zusätzlich zu Bosch den Avinox M2S, mit höherer Spitzenleistung und entnehmbarem Akku. Was ihn vom CX unterscheidet, zeigt der Vergleich zwischen Avinox M2S und der Performance Line CX.
Was das für deine Modellwahl bedeutet
Welcher Antrieb an welcher Ausstattungslinie hängt, zeigen die Kategorieseiten der Baureihen. Dort sind auch Rahmengrößen und Kürzel erklärt. Die größte Auswahl bieten das CUBE Reaction Hybrid und das CUBE Kathmandu Hybrid. Beim CUBE Stereo Hybrid ONE44 fährt der Großteil mit der Performance Line CX, die Topmodelle mit CX-R oder Avinox M2S.
Was der Kauf beim autorisierten CUBE Händler bedeutet
In der Werkstatt geht es selten nur um den Antrieb. Die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten schuldet immer der Verkäufer, eine europaweite Herstellergarantie wie beim Auto gibt es bei E-Bikes nicht.
Als autorisierter CUBE Händler übernehmen wir Aufbau und Erstinspektion, dazu die Diagnose bei Softwarefragen und die Abwicklung von Gewährleistungsfällen. Das Power-Upgrade 2.0 kann niemand für dich freischalten, es hängt an deinem eigenen Bosch-Konto. Zeigen können wir es dir trotzdem.
Wie viel Drehmoment brauchst du wirklich?
Das hängt vor allem an Steigung und Gewicht. Am deutlichsten merkst du hohes Drehmoment beim Anfahren und an technischen Stufen, besonders mit schwerem Rad. Auf der Ebene zählt es kaum, dort begrenzt die Abregelung bei 25 km/h. Fährst du 500 Höhenmeter mit Gepäck, spürst du den Unterschied zwischen 60 und 120 Nm sofort, auf dem Weg zur Arbeit dagegen eher an der Reichweite.
Kannst du deinen Bosch-Motor nachträglich stärker machen?
Ja, aber nur bei der Performance Line CX der fünften Generation samt CX-R, und zwar über das kostenlose Power-Upgrade 2.0. Über die Werksvorgabe hinaus geht auch das nicht. Tuning-Module, die die Abregelung aufheben, machen aus dem Pedelec rechtlich ein Kraftfahrzeug und gefährden den Versicherungsschutz.
Ja, mindestens die Klasse AM. Weil der Speed-Antrieb bis 45 km/h unterstützt, gilt das Rad rechtlich als S-Pedelec und nicht mehr als Fahrrad. Dazu kommen ein Versicherungskennzeichen und die Helmpflicht.
Ja, es ist dieselbe fünfte Generation. Neu sind nur die Software und das Umfeld rund um den Motor: Das Power-Upgrade 2.0 gilt für beide Jahrgänge, und am Cockpit kommen zwei neue Bedienteile dazu.
Wie erkennst du, welcher Bosch-Motor in deinem CUBE sitzt?
Die Typenbezeichnung steht seitlich am Motorgehäuse unter der Kurbel. In der eBike Flow App findest du sie zusätzlich bei den Systeminformationen, zusammen mit dem Softwarestand. Bist du unsicher, gleichen wir in der Werkstatt die Rahmennummer ab, und für Beratung oder Probefahrt erreichst du uns über den Kontakt.