CUBE AMS im Überblick
Cross Country rechnet Leistung und Gewicht direkt in Zeit um. Ein Fully für diese Disziplin federt daher gerade so viel, dass der Hinterreifen auf Wurzeln und in Kurven noch Grip findet. Ein kurzer Federweg am Heck und ein steifer aber leichter Carbonrahmen gehören zusammen. Dazu kommt eine Sitzposition weit über dem Tretlager, die dich beim Antritt nach vorn bringt. Das CUBE AMS setzt genau diesen Rahmen.
Bei den CUBE Bio Bikes markiert das AMS das untere Ende am Federweg bei den Fully MTBs. Darüber stehen das Stereo mit 150 mm und das Fritzz mit 170 mm. Am oberen Ende folgt das TWO15 mit 200 mm. Je weiter du nach oben gehst, desto mehr Reserve bekommst du und desto mehr Gewicht trägst du bergauf mit.
Die Ausstattungslinien im Vergleich
Zwei Linien führt die Serie aktuell, beide mit demselben Rahmen und unterschiedlichem Fahrwerk.
|
Linie |
Federweg vorn |
Federweg hinten |
Rahmen |
Gewicht |
Einsatz |
| AMS
ZERO99 C:68X SLT |
110 mm |
99 mm |
C:68X |
10,2 kg |
Rennen |
| AMS
ONE11 C:68X Pro |
120 mm |
110 mm |
C:68X |
12,9 kg |
Marathon und Trail |
Technische Highlights der AMS-Serie
Vier Dinge trennen die beiden Linien, alles andere teilen sie sich:
- C:68X Rahmen: 1.600 g Rahmengewicht, dieselbe Basis in beiden Linien.
- Federweg am Heck: 99 mm im ZERO99 gegen 110 mm im ONE11, daran hängt die ganze Auslegung.
- Gabel: 110 mm im ZERO99, 120 mm im ONE11, jeweils passend zum Heck abgestimmt.
- Gewicht: 10,2 kg im ZERO99, 12,9 kg im ONE11, gemessen in der jeweils geführten Ausstattung.
Die Entscheidung zwischen ZERO99 und ONE11
Auf dem Datenblatt trennt die beiden Linien wenig. Das ZERO99 arbeitet straffer und hält dich näher am Boden, das ONE11 schluckt mehr und verzeiht die schlechtere Linie.
Das ZERO99 passt zu dir, wenn du:
- Startnummern fährst und in erster Linie Zeit suchst
- Strecken kennst und Linien bewusst wählst
- das geringere Gewicht höher gewichtest als jede Reserve
Das ONE11 passt zu dir, wenn du:
- lange Marathondistanzen mit ruppigen Abschnitten fährst
- auf unbekannten Trails unterwegs bist
- Kontrolle bergab höher gewichtest als die letzte Sekunde bergauf
Die Ausstattungslinien im Detail
AMS ZERO99
Das ZERO99 ist die konsequentere der beiden Linien. 99 mm Federweg am Heck und 110 mm an der Gabel ergeben ein Fahrwerk, das beim Antritt kaum wippt. Vorn arbeitet eine RockShox SID SL Ultimate mit Fernbedienung am Lenker, hinten ein RockShox SID Luxe Ultimate RLR. Mit 10,2 kg ist das ZERO99 das leichtere der beiden Räder. Das merkt man nicht auf dem Papier, sondern im vierten Anstieg.
AMS ONE11
Beim ONE11 wächst der Federweg auf 110 mm hinten und 120 mm vorn. Die Gabel ist eine RockShox Recon Gold RL Air, gedämpft wird hinten über einen RockShox Deluxe Select+. Das Rad wiegt 12,9 kg und liegt damit über dem ZERO99. Dafür fährst du auf ruppigem Untergrund entspannter, weil das Fahrwerk mehr wegnimmt und du Linien nicht auf den Zentimeter treffen musst. Der Unterschied wächst mit der Fahrzeit.
CUBE AMS im Einsatz
Ein AMS spielt seine Stärken dort aus, wo es lange bergauf geht und die Abfahrt fahrbar bleibt, ohne dass du ständig Reserve brauchst. Auf Waldautobahnen und in Renntempo passt die straffe Abstimmung. Sobald Stufen und Bikepark dazukommen, endet der Einsatzbereich, dafür fehlt der Federweg. Das ist keine Schwäche, sondern die Auslegung der Serie.
Ein AMS ist das richtige Rad für dich, wenn du:
- regelmäßig Höhenmeter sammelst und Zeiten vergleichst
- ein Fully willst, das bergauf möglichst wenig Energie kostet
- mit 99 mm oder 110 mm Federweg am Heck auskommst
Für wen sich welche Linie lohnt
Die Rennfahrerin mit Startnummer. Du fährst Cross Country oder Marathon im Wettkampf und trainierst gezielt darauf. Gewicht und Vortrieb stehen bei dir vor Komfort, weil du die Strecke vorher kennst. Für dich ist das AMS ZERO99 C:68X SLT die passende Linie, schon wegen der 10,2 kg.
Der Vielfahrer auf langen Runden. Du bist stundenlang unterwegs, oft auf Wegen, die du nicht kennst. Reserven sind dir wichtiger als das letzte Gramm, weil dich Wurzelfelder nach vier Stunden mehr kosten als das Mehrgewicht. Für dich passt das AMS ONE11 C:68X Pro besser.
Wann ein anderes Fully besser passt
Wenn du Stufen springst, im Bikepark fährst oder Enduro-Rennen im Kopf hast, ist das AMS die falsche Wahl. Dann fehlt Reserve. Der Weg führt zum CUBE Stereo mit 150 mm Federweg oder zum CUBE Fritzz mit 170 mm. Suchst du Unterstützung am Berg statt Leichtbau, findest du die Serie mit Motor als AMS Hybrid ONE44. Und wer bergauf noch effizienter unterwegs sein will als mit einem kurzhubigen Fully, landet beim Hardtail, etwa beim CUBE Reaction.
Die AMS-Generationen davor
Das AMS gehört zu den langlebigen CUBE Baureihen, und nach den älteren Generationen wird bis heute gesucht. Auch damals nannte die Zahl im Namen den Federweg am Heck. Die Bezeichnungen reichten von AMS 100 bis AMS 150, dazu kamen Ausstattungsnamen wie Pro Series oder Comp. Gefahren wurde zum Teil noch auf 26 Zoll. Die aktuelle Serie läuft durchgehend auf 29 Zoll, und wer ein älteres AMS kennt, findet die kurzhubige Auslegung heute im ZERO99 und die vielseitigere im ONE11 wieder.
Der Übergang zur nächsten Generation
Die Serie läuft in ihrer heutigen Form aus, an der nächsten Generation arbeitet CUBE bereits. Was heute unter AMS im Sortiment steht, ist deshalb der aktuelle Stand und nicht der Anfang einer Reihe. Wenn du ein Fully ohne Motor suchst und nicht warten willst, sind das CUBE Stereo mit 150 mm und das CUBE Fritzz mit 170 mm die naheliegenden Alternativen. Mit Motor führt die Serie unter AMS Hybrid ONE44 weiter.
Welches CUBE AMS zu dir passt
Rahmen und Laufradgröße bleiben in beiden Linien gleich. Was sich ändert, ist der Federweg und damit das Gewicht. Wenn du zwischen ZERO99 und ONE11 schwankst, schau darauf, wie gut du deine Strecken kennst und wie oft du neue fährst. Bei bekannten Linien gewinnt das ZERO99 mit 99 mm und 10,2 kg. Auf neuen Wegen holst du aus 110 mm mehr heraus.
Häufige Fragen zum CUBE AMS