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CUBE E-Bike Reichweite: wie weit du mit 400 bis 800 Wh kommst

Die Tour ist geplant, die Akkuanzeige steht bei der Hälfte, und bis nach Hause sind es noch dreißig Kilometer. Ob das reicht, hängt weniger an der Akkugröße als an der Strecke und daran, wie du fährst. Reichweite ist die Strecke, die ein E-Bike mit einer vollen Akkuladung schafft. Eine feste Kilometerzahl pro Rad gibt es nicht, wohl aber belastbare Richtwerte. Die meisten CUBE E-Bikes fahren 2027 mit 800 Wattstunden. Mit welchen Werten du für diesen und die kleineren Akkus rechnen kannst, zeigen zwei Messungen.


Was bestimmt die Reichweite eines E-Bikes?

Wie weit ein E-Bike kommt, ergibt sich aus der Kapazität des Akkus und dem Verbrauch auf der Strecke. Die Kapazität ist fest. Den Verbrauch dagegen bestimmst du beim Fahren mit, und er steigt oder fällt mit diesen Faktoren:

  • die Unterstützungsstufe, die du am Lenker wählst
  • Höhenmeter und Untergrund
  • das Gewicht von Rad, Fahrer und Gepäck
  • Tempo, Gegenwind und häufiges Anfahren
  • Reifendruck und der Zustand der Kette
  • Außentemperatur und Alter des Akkus

Am stärksten wirken die Unterstützungsstufe und die Höhenmeter, dicht gefolgt vom Gewicht. Sie entscheiden, ob aus derselben Ladung eine kurze Bergrunde wird oder ein langer Tag in der Ebene.


Was die Wattstunden über die Kilometer sagen

Wattstunden, kurz Wh, geben an, wie viel Energie ein Akku speichert. Doppelte Kapazität bedeutet bei gleicher Fahrweise ungefähr doppelte Reichweite, mehr verrät die Zahl allein nicht. Bei CUBE steht sie am Ende des Modellnamens: Ein Reaction Hybrid Pro 800 fährt mit 800 Wattstunden, ein Kathmandu Hybrid C:62 Pro 400X mit 400. Mit dieser Zahl rechnest du weiter.

Viele Reichweitenangaben im Netz gehen noch von 500 oder 625 Wattstunden aus. Bei CUBE gibt es beide 2027 nicht mehr. Die meisten Räder haben 800 Wattstunden, und welche Bauform in welchem Rad sitzt, steht im Überblick über die Bosch Akkus im CUBE.


Unterstützungsstufe: der größte Hebel am Lenker

Von der höchsten auf die niedrigste Unterstützungsstufe verdoppelt sich die Reichweite ungefähr. Das zeigt ein Test der Zeitschrift BIKE am Anstieg: Mit einem Akku von 400 Wattstunden schaffte ein E-Mountainbike in Turbo 1.110 Höhenmeter, in Eco mehr als 2.110.

Im Alltag und in der Ebene arbeiten Eco und Tour am sparsamsten. Turbo und der eMTB-Modus gehören an steile oder ruppige Stellen. Danach schaltest du zurück. Wie die Antriebe dahinter arbeiten und was ihr Drehmoment im Gelände bedeutet, erklärt der Beitrag zu den Bosch Motoren im CUBE.


Höhenmeter und Gewicht

Am Anstieg hebt der Motor alles mit, was auf dem Rad sitzt, und jedes Kilo mehr kostet dort Energie. In der Ebene zählen dagegen vor allem Tempo und Gegenwind. Rechne am Berg deshalb in Höhenmetern.

Maßgeblich ist das Systemgewicht. Gemeint ist das Gewicht von Fahrer und Rad zusammen, Gepäck eingerechnet. Hier liegen die CUBE E-Bikes weit auseinander: Die leichtesten wiegen rund 13 Kilo, Transporträder deutlich über 35 Kilo. Schwankst du zwischen zwei Rädern und fährst viel bergauf, merkst du den Unterschied an jedem Anstieg auf der Akkuanzeige.


Kälte und Akkualter

Bei Kälte gibt der Akku weniger Leistung ab, deshalb kommst du im Winter nicht so weit wie im Sommer. Lade ihn bei Raumtemperatur und setz ihn erst kurz vor der Fahrt ein, sofern er sich aus dem Rahmen nehmen lässt.

Auch das Alter zählt. Mit jeder Ladung altert der Akku ein wenig, die nutzbare Kapazität nimmt über die Jahre ab. Ein älterer Akku kommt deshalb nicht mehr so weit wie ein neuer, und die Richtwerte im nächsten Abschnitt gelten für einen neuen Akku.


Wie weit kommst du mit 400, 600, 720 und 800 Wh?

In der Ebene verbrauchte ein Bosch-Antrieb in der kleinsten Stufe rund vier bis fünf Wattstunden pro Kilometer, gemessen mit 120 Kilo Systemgewicht. Bergauf in der höchsten Stufe holte ein E-Mountainbike rund 290 Höhenmeter aus 100 Wattstunden, bei 100 Kilo Systemgewicht. Unter diesen Testbedingungen ergeben sich je Akku diese Richtwerte:

Akku Ebene, kleinste Stufe Bergauf, höchste Stufe
400 Wh 80 bis 95 km rund 1.150 Höhenmeter
600 Wh 125 bis 145 km rund 1.750 Höhenmeter
720 Wh 150 bis 170 km rund 2.100 Höhenmeter
800 Wh 165 bis 190 km rund 2.300 Höhenmeter

Die Werte in der Ebene sind eine Obergrenze, denn sie gelten für gleichmäßiges Tempo auf flacher Strecke. Im Stadtverkehr mit vielen Ampeln kommst du deutlich weniger weit, ebenso bei Gegenwind oder in einer höheren Stufe.

Die Höhenmeter sind das Gegenstück dazu, sie zeigen, was bei voller Unterstützung am Berg möglich ist. Deine eigene Runde liegt fast immer irgendwo zwischen beiden Werten. Je mehr sie nach Pendelstrecke aussieht, desto näher rückst du an die Kilometer, je mehr nach Trail, desto eher zählen die Höhenmeter.


800 Wh sind 2027 der Normalfall

Die meisten CUBE E-Bikes 2027 haben einen Akku mit 800 Wattstunden, vom E-Mountainbike bis zum Trekkingrad. Für lange Touren und viele Höhenmeter ist das die Reserve, bei der du am wenigsten nachrechnen musst. Mit 400 Wattstunden fahren die Räder, bei denen ein geringes Gewicht mehr zählt als die letzte Reserve, etwa das E-Gravelbike oder das leichte E-Mountainbike. Alle Modelle findest du bei den CUBE E-Bikes.


Trike Hybrid mit 1.500 Wh

Die größte Kapazität im Sortiment trägt das Trike Hybrid: zwei Akkus mit zusammen 1.500 Wattstunden. Doppelte Kapazität heißt hier aber nicht doppelte Strecke. Das Dreirad wiegt rund 70 Kilo und fährt meist mit Ladung auf der Ladefläche, also mit einem Systemgewicht, das kein Trekkingrad erreicht. Die Messwerte oben lassen sich deshalb nicht auf das Trike übertragen. Alle Ausführungen stehen beim CUBE Trike Hybrid.


Wie planst du die Reichweite vor der Tour?

Am genauesten rechnet Bosch selbst, vor der Fahrt im Reichweitenassistenten und unterwegs in der eBike Flow App. Im Reichweitenassistenten gibst du Angaben zu deinem Rad und deiner Strecke ein, dazu Fahrstil und Fahrerprofil. Heraus kommt eine Schätzung.

Planst du die Route in der eBike Flow App, zeigt dir die Funktion Range Control, mit wie viel Akku du am Ziel ankommst. Sie rechnet mit Systemgewicht und Höhenprofil, dazu mit deinem bisherigen Fahrverhalten. Gibst du einen Akkustand vor, den du am Ziel noch haben willst, passt die App die Unterstützung unterwegs so an, dass er erreicht wird.

Der verlässlichste Maßstab bleibt trotzdem deine eigene Erfahrung. Nach ein paar Fahrten auf deinen üblichen Strecken weißt du, wie viele Balken eine Runde kostet.


Mehr Reichweite: was wirklich hilft

Mit ein paar Handgriffen holst du spürbar mehr aus jeder Akkuladung heraus:

  • in der Ebene Eco oder Tour statt Turbo wählen
  • vor dem Anhalten herunterschalten und im leichten Gang anfahren
  • den Reifendruck im Bereich halten, der auf der Reifenflanke steht
  • die Kette sauber und geschmiert halten
  • im Winter den Akku warm lagern, wenn er sich herausnehmen lässt

Reicht das nicht, ergänzt der PowerMore 250 den eingebauten Akku um 250 Wattstunden, sofern dein Rahmen dafür freigegeben ist. Das steht in der Rahmenbeschreibung deines Rads. Den Zusatzakku findest du bei den Bosch Akkus und Range Extendern.