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Bosch Akkus im CUBE Modelljahr 2027: welche Kapazität in welcher Baureihe steckt

Zwei Reaction Hybrid stehen nebeneinander, das eine heißt Race 800, das andere Pro 720. Gleiche Baureihe, fast gleiche Silhouette, und trotzdem steckt in jedem ein anderer Akku. Die Zahl am Ende des Namens verrät es. Sie nennt die Kapazität in Wattstunden, und CUBE verbaut 2027 Akkus von 360 bis 1.500 Wattstunden, fast alle von Bosch aus dem Smart System. Wie viel davon du brauchst, hängt weniger am Rad als an deiner Strecke.


Die Bauformen im Überblick

Bosch baut die Akkus für das Smart System in drei Formen, die sich vor allem darin unterscheiden, wo der Akku am Rad sitzt.

Akku Einbau Kapazität typische CUBE-Baureihen
PowerTube 800 im Unterrohr 800 Wh Reaction Hybrid, Stereo Hybrid, Kathmandu Hybrid
PowerTube 720 im Unterrohr 720 Wh Reaction Hybrid, Nuride Hybrid
PowerTube 600 im Unterrohr 600 Wh Supreme Hybrid, Touring Hybrid, AMS Hybrid 177
PowerTube 360 im Unterrohr 360 Wh Editor Hybrid
CompactTube 400 im Unterrohr, kürzer 400 Wh Nuroad Hybrid, AMS Hybrid ONE44, Kathmandu Hybrid C:62
PowerPack 800 außen am Rad 800 Wh Cargo Hybrid, Longtail Hybrid
PowerPack 540 außen am Rad 540 Wh Compact Hybrid, Fold Hybrid
PowerTube 750 Axial im Rahmen 750 Wh, doppelt 1.500 Wh Trike Hybrid

Die Avinox-Ausstattungen des Stereo Hybrid ONE44 HPC fahren mit einem eigenen Akku, ebenfalls mit 800 Wattstunden.


PowerTube

Von außen ist der PowerTube kaum zu sehen, er liegt im Unterrohr. An E-Mountainbikes und Trekkingrädern ist er bei CUBE der Standard, vom Reaction Hybrid über die Stereo Hybrid bis zum Kathmandu Hybrid, mit 600, 720 oder 800 Wattstunden.

Die kleinste Version mit 360 Wattstunden fährt das Editor Hybrid, zusammen mit einem Nabenmotor im Hinterrad für den Alltag in der Stadt.


Für welche CUBE reicht der CompactTube 400?

Für leichte Räder, bei denen Gewicht vor Kapazität geht. Der CompactTube 400 ist eine kürzere Bauform desselben Prinzips und liegt ebenfalls im Unterrohr. Deshalb sitzt er im Trailbike AMS Hybrid ONE44 genauso wie im Jugendrad Acid 240 Rookie Hybrid, zwei Rädern aus ganz verschiedenen Preisklassen.

Auch die CUBE E-Gravelbikes Nuroad Hybrid und Nulane Hybrid fahren mit dem CompactTube 400, und bei beiden lässt sich die Kapazität mit dem PowerMore 250 erweitern. Meist ist der CompactTube fest verbaut. Geladen wird dann direkt am Rad.


PowerPack

Der PowerPack sitzt außen am Rad und lässt sich zum Laden abnehmen. CUBE nutzt ihn dort, wo das Unterrohr für etwas anderes gebraucht wird: mit 800 Wattstunden im Cargo Hybrid und im Longtail Hybrid, mit 540 Wattstunden im Compact Hybrid und im faltbaren Fold Hybrid, wo er hinter dem Sattelrohr sitzt.

Weniger speichert er deshalb nicht. Der PowerPack 800 im Cargo Hybrid hat genauso viel Kapazität wie der PowerTube 800 im Reaction Hybrid.


Trike Hybrid: ein oder zwei Akkus?

Beides gibt es. Die einfache Ausführung des Trike Hybrid fährt mit einem PowerTube 750 Axial, die Doppelakku-Ausführung mit zwei davon und damit 1.500 Wattstunden. Bosch nennt diese Bauweise DualBattery.

Mit dem zweiten Akku verdoppelt sich die Kapazität, allerdings auch das Akkugewicht, und an der Steckdose dauert das Laden entsprechend länger. Der Motor bleibt gleich, beide Ausführungen fahren mit der Bosch Cargo Line und 85 Nm. Alle Ausführungen findest du beim CUBE Trike Hybrid.


Warum steht die Akkukapazität im Modellnamen?

Die Zahl am Ende eines CUBE-Modellnamens nennt die Akkukapazität in Wattstunden. So erkennst du ohne Datenblatt, welcher Akku verbaut ist:

  • Reaction Hybrid Race 800 fährt mit einem PowerTube 800
  • Kathmandu Hybrid C:62 Pro 400X fährt mit einem CompactTube 400
  • Editor Hybrid ONE 360 FE fährt mit einem PowerTube 360
  • Trike Family Hybrid 1500 fährt mit zwei Akkus und zusammen 1.500 Wattstunden

Vorne im Namen kann ebenfalls eine Zahl stehen, die etwas ganz anderes meint. ONE22 bis ONE77 bezeichnen den Federweg, ein Stereo Hybrid ONE44 800 hat also 140 mm Federweg und einen Akku mit 800 Wattstunden.


Wie viel Kapazität brauchst du?

Wie weit du kommst, entscheidet die Kapazität nicht allein. Höhenmeter und Systemgewicht ziehen stärker an der Ladung, als die Wattstunden vermuten lassen, dazu kommen Unterstützungsstufe und Temperatur. Eine einfache Faustregel hilft: Kommst du heute mit einer Ladung durch deine übliche Runde, reicht dieselbe Kapazität auch beim nächsten Rad. Musst du regelmäßig unterwegs nachladen, lohnt eine Stufe mehr oder der PowerMore 250.

Je nach Einsatz fahren die CUBE E-Bikes mit diesen Kapazitäten:

  • Trail und Höhenmeter: meist 720 oder 800 Wattstunden. Das CUBE Reaction Hybrid gibt es mit beiden, die Stereo Hybrid durchgehend mit 800. Leichter ist das AMS Hybrid ONE44 mit dem CompactTube 400.
  • Touren und Alltag: Das CUBE Kathmandu Hybrid fährt in HPA und ONE11 mit 800 Wattstunden, die Carbonvariante C:62 mit dem leichteren CompactTube 400. Supreme Hybrid und Aruba Hybrid setzen auf 600, Touring Hybrid und Nuride Hybrid bieten zwei Stufen.
  • Schotter und schnelle Runden: Nuroad Hybrid und Nulane Hybrid bleiben mit 400 Wattstunden leicht.
  • Stadt und Pendeln: Dem Editor Hybrid reichen 360 oder 400 Wattstunden, Compact Hybrid und Fold Hybrid fahren mit 540.
  • Transport: Cargo Hybrid und Longtail Hybrid tragen 800 Wattstunden, das Trike Hybrid bis zu 1.500.

Führt eine Baureihe zwei Kapazitäten, hängt der Akku an der Ausstattung. Beim Vergleich zweier Räder derselben Familie lohnt deshalb der Blick auf die Zahl am Ende des Namens.


PowerMore 250: mehr Reichweite ohne größeren Akku

Der PowerMore 250 ist ein Zusatzakku mit 250 Wattstunden, der im Flaschenhalter sitzt und den eingebauten Akku ergänzt. Wie viel er bringt, hängt am Hauptakku: Zum CompactTube 400 kommen gut 60 Prozent dazu, zum PowerTube 800 gut 30 Prozent.

Freigegeben ist er bei diesen Baureihen:

  • Reaction Hybrid mit 800 Wattstunden
  • Cargo Hybrid
  • Nuroad Hybrid
  • AMS Hybrid ONE44
  • Nulane Hybrid
  • Acid 240 Rookie Hybrid

Ob dein Rad dazugehört, steht in seiner Rahmenbeschreibung. Den PowerMore selbst findest du bei den Bosch Akkus und Range Extendern im Zubehör.


2A oder 4A: welches Ladegerät brauchst du?

Im Karton liegt entweder das 2A-Ladegerät von Bosch oder das schnellere 4A-Gerät. Welches es ist, hängt am Modell, sogar Räder mit demselben PowerTube 800 kommen mal mit dem einen, mal mit dem anderen.

Steht im Datenblatt deines Rads 2A und willst du schneller laden, bekommst du das 4A-Gerät bei den Bosch Ladegeräten. Wie lange das Laden dauert, hängt dabei auch am Akku.


Häufige Fragen zu Bosch-Akkus im CUBE

Kannst du einen größeren Akku nachrüsten?

Nein, jedenfalls nicht per Tausch. Der Akku ist auf die Länge des Unterrohrs abgestimmt, eine größere Bauform mit längerem Gehäuse passt dort nicht hinein. Mehr Reichweite bekommst du über den PowerMore 250, sofern dein Rahmen dafür freigegeben ist.


Passt ein Akku aus einem älteren Bosch-System in ein CUBE 2027?

Nein. Die Bosch-Akkus der CUBE 2027 gehören zum Smart System, und mit dem arbeitet die ältere Bosch-Generation elektronisch nicht zusammen, selbst wenn der Akku mechanisch in den Rahmen passen würde. Im Zubehörhandel stehen beide Generationen nebeneinander und sehen sich ähnlich. Klär deshalb vor dem Kauf, ob der Akku zum Smart System gehört.


Lässt sich der Akku aus dem Rahmen nehmen?

Meistens ja. PowerTube und PowerPack lassen sich in der Regel zum Laden herausnehmen. Fest verbaut ist der Akku dagegen bei fast allen Rädern mit CompactTube 400 und im AMS Hybrid 177. Auch im CUBE Stereo Hybrid ONE44 mit HPC-Rahmen sitzt der Bosch-Akku fest, nur die Avinox-Ausstattungen haben einen entnehmbaren Akku.


Wie lange hält ein Bosch-Akku im CUBE?

Das hängt vor allem an den Ladezyklen. Wie schnell die Kapazität nachlässt, bestimmen außerdem Ladeverhalten und Lagerung. Bei der Inspektion lesen wir als autorisierter CUBE Händler den Zustand deines Akkus aus. Bist du unsicher, wie viel Kapazität dein Akku noch hat, bring das Rad zur Durchsicht vorbei, dann schauen wir gemeinsam auf die Werte.