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Avinox M2S oder Bosch Performance Line CX: Welcher Motor im CUBE 2027 zu dir passt

CUBE fährt im Modelljahr 2027 zweigleisig. Neben dem Bosch-Antrieb, der das Sortiment seit Jahren trägt, steht erstmals der Avinox M2S im Programm. Der Avinox M2S liefert die höhere Spitzenleistung und einen Akku, den du aus dem Rahmen nehmen kannst. Die Bosch Performance Line CX ist der Standardantrieb; sie sitzt in nahezu jedem CUBE E-Bike dieses Modelljahrs. Von 303 E-Bikes im Modelljahr 2027 fahren 300 mit einem Bosch-Antrieb, drei mit dem Avinox M2S.

Die Frage nach dem richtigen Motor ist damit keine abstrakte Technikdebatte, sondern eine sehr konkrete Wahl zwischen zwei Ausstattungen einer einzigen Baureihe und dem gesamten Rest des Programms. Wo CUBE das Modelljahr unter das Stichwort Power stellt, geht es genau darum: 150 Nm gegen 120 Nm, und um die Frage, was diese Zahlen im Gelände wert sind.


Was ist der Avinox M2S?

Der Avinox M2S ist ein Mittelmotor für E-Mountainbikes mit 2,6 Kilogramm Eigengewicht, der im Turbo-Modus 130 Nm Drehmoment und 1.300 Watt abgibt. Im Boost-Modus steigen die Werte auf 150 Nm und 1.500 Watt. Der Boost ist zeitlich begrenzt; danach fällt der Motor auf das Dauerdrehmoment zurück.

Technisch setzt der Antrieb auf eine Flachdrahtwicklung und ein Dual-Gear-Design, die zusammen für die hohe Leistungsdichte bei kompakter Bauform sorgen. Das Gehäuse ist nach IP66 gegen Staub und Strahlwasser geschützt, eine Schaltunterstützung glättet den Lastwechsel beim Gangwechsel. Im CUBE-Sortiment 2027 sitzt der Motor ausschließlich im Stereo Hybrid ONE44 HPC.

Motordeckel des Avinox M2S mit Typenbezeichnung am CUBE Stereo Hybrid ONE44 HPC Der Motordeckel trägt die Typenbezeichnung: Avinox M2S im CUBE Stereo Hybrid ONE44 HPC.

Zum Namen, weil er regelmäßig für Verwirrung sorgt: Der Antrieb kam als DJI Avinox auf den Markt und firmiert inzwischen eigenständig als Avinox. Es ist derselbe Motor; wer nach DJI Avinox sucht, findet dasselbe Produkt.

Die Leistungsangaben stammen vom Hersteller. Die Fachpresse, darunter eMTB-News und BIKE, bestätigt sie in ersten Tests und beschreibt das Ansprechverhalten als direkt und kräftig, unter Volllast begleitet von einem hochfrequenten Surren.


Was ist die Bosch Performance Line CX?

Die Bosch Performance Line CX ist der Enduro-Mittelmotor des Bosch Smart System und wiegt rund 2,8 Kilogramm. Im CUBE-Modelljahr 2027 ist sie der Standardantrieb: Sie sitzt in 185 E-Bikes, dazu kommen vier mit der Race-Version CX-R.

Bei den Leistungsdaten lohnt der genaue Blick, weil zwei Zustände nebeneinander kursieren. Ab Werk liefert die Performance Line CX 85 Nm Drehmoment bei 340 Prozent Unterstützung und 600 Watt Motorleistung. Auf 120 Nm und 600 Prozent steigt sie erst, nachdem das kostenlose Power-Upgrade 2.0 aufgespielt wurde. Die Motorleistung bleibt dabei bei 600 Watt; das Upgrade verändert sie nicht.

Die aktuelle fünfte Generation bringt den eMTB-Modus für gleichmäßigen Uphill-Flow mit, dazu den kraftvolleren eMTB+-Modus, den frei einstellbaren Extended Boost, eine Berganfahrhilfe mit Hill Hold sowie Trick Check und eShift. Über die eBike Flow App lassen sich Fahrmodi anpassen und Updates over the air aufspielen.

Ihren größten Vorteil spielt die CX allerdings außerhalb der Datenblätter aus: Sie ist im Sortiment nahezu überall zu haben.


Was ist das Power-Upgrade 2.0 und wer muss es aufspielen?

Das Power-Upgrade 2.0 ist ein kostenloses Software-Update, das die Bosch Performance Line CX von 85 auf bis zu 120 Nm hebt. Es steht seit dem 4. Mai 2026 bereit. Vier Punkte solltest du dazu kennen.

  1. Das Update kostet nichts und gilt für Räder der Modelljahre 2026 und 2027.
  2. Es läuft ausschließlich auf der Performance Line CX der fünften Generation. Ältere Bosch-Motoren sind nicht kompatibel.
  3. Du lädst es in der Bosch eBike Flow App herunter und schaltest es dort aktiv frei. Danach stellst du die Werte je Fahrmodus selbst ein; automatisch passiert das nicht.
  4. Die Freischaltung hängt an deinem persönlichen Bosch-Konto, mit dem das Rad gekoppelt ist. Deshalb kann kein Händler das Upgrade vorab für dich erledigen.

Eine Zahl braucht dabei eine Bedingung: Die 600 Prozent Unterstützung greifen nur bis 15 km/h und nur in den Fahrmodi Race, Turbo, eMTB+, Cargo und Auto. Oberhalb dieser Geschwindigkeit fällt die Unterstützung auf die modusabhängigen Standardwerte zurück.

Ob dein Rad im Werkszustand oder mit bereits aufgespieltem Upgrade bei dir ankommt, siehst du in der eBike Flow App.


Avinox M2S und Bosch Performance Line CX im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle stellt die Herstellerangaben beider Antriebe in zehn Punkten gegenüber, Stand August 2026. Für die Bosch Performance Line CX sind Drehmoment und Unterstützung jeweils im Werkszustand und nach dem Power-Upgrade 2.0 angegeben. Die Akku-Angaben beziehen sich auf das Stereo Hybrid ONE44, weil dort beide Antriebe im selben Rahmen aufeinandertreffen.

Kriterium
Avinox M2S
Bosch Performance Line CX
Drehmoment ab Werk130 Nm (Turbo)85 Nm
Drehmoment maximal150 Nm (Boost, zeitlich begrenzt)120 Nm nach Power-Upgrade 2.0
Unterstützungvom Hersteller nicht in Prozent angegeben340 % ab Werk, 600 % nach dem Upgrade (bis 15 km/h)
Motorleistung1.300 W (Turbo), 1.500 W (Boost)600 W
Gewicht2,6 kgca. 2,8 kg
Akku800 WhPowerTube 400 bis 800 Wh, DualBattery bis 1.500 Wh
Akku entnehmbarjanein, im Stereo Hybrid ONE44 fest integriert
DisplayAvinox DP100 CurvedKiox 400C, Kiox 500 und weitere
ABS möglichneinja
CUBE-E-Bikes 20273189 (185 CX, 4 CX-R)

Zehn Zeilen, und in der Praxis entscheiden zwei davon. Die erste ist die Akku-Frage: entnehmbar oder fest verbaut. Die zweite ist die Auswahl: drei E-Bikes gegen 189. Das Drehmoment, die Zahl, um die sich die meisten Diskussionen drehen, steht dabei weiter unten in der Rangfolge, als viele erwarten. Warum, klärt der nächste Abschnitt.


Wie viel Drehmoment haben Avinox M2S und Bosch CX wirklich?

150 Nm gegen 120 Nm vergleicht zwei unterschiedliche Zustände und führt deshalb in die Irre. Sauber getrennt sieht die Lage so aus:

  • Bosch Performance Line CX ab Werk: 85 Nm
  • Bosch Performance Line CX nach dem Power-Upgrade 2.0: bis zu 120 Nm
  • Avinox M2S im Turbo, also im Dauerbetrieb: 130 Nm
  • Avinox M2S im Boost: 150 Nm, zeitlich begrenzt

Im Dauerbetrieb stehen sich damit 130 und 120 Nm gegenüber: zehn Newtonmeter, nicht dreißig.

Dazu kommt ein Punkt, den kaum jemand erwähnt: Nicht jede Performance Line CX im CUBE-Sortiment erreicht 120 Nm. Bei den E-Bikes für 2027 stehen ebenso CX-Varianten mit 100 Nm Obergrenze (unter anderem Kathmandu Hybrid HPA und die Cargo-Modelle), mit 95 Nm (vier E-Bikes im Cargo-Bereich) und mit 85 Nm (die drei E-Bikes der Supreme-Reihe).

Der Grund liegt bei Bosch selbst: Der Radhersteller darf das maximale Drehmoment per Werkseinstellung deckeln. Was in den Modelldaten steht, ist also die Obergrenze, die dieses konkrete Rad nach dem Upgrade erreichen kann, nicht der Zustand, in dem es zu dir kommt. Wer wissen will, wie viel Drehmoment sein Wunschrad tatsächlich freigibt, schaut auf das Modell und nicht auf den Motornamen.


Was unterscheidet die Performance Line CX-R von der CX?

Die Performance Line CX-R ist die Race-Version desselben Antriebs und steckt im Modelljahr 2027 in vier E-Bikes, durchweg Topmodelle: Stereo Hybrid ONE44 HPC SLT 800 für 8.499 Euro, Stereo Hybrid ONE77 HPC SLT 800 für 8.699 Euro, AMS Hybrid 177 C:62 AT 600X für 7.499 Euro und AMS Hybrid 177 C:62 Super TM 600X für 9.999 Euro.

Ab Werk liefert der CX-R 100 Nm bei 400 Prozent Unterstützung und 750 Watt. Nach dem Power-Upgrade 2.0 erreicht er dieselben 120 Nm und 600 Prozent wie die normale CX. Unterschiedlich bleibt allein die maximale Motorleistung: 750 gegenüber 600 Watt, und daran ändert das Upgrade nichts.

Der eigentliche Unterschied liegt damit nicht im Datenblatt, sondern in der Abstimmung: Der CX-R spricht direkter an und ist auf Renneinsatz ausgelegt. Neu ist er übrigens nicht: Den CX-R gab es bereits im Modelljahr 2026.


Entnehmbarer oder fest integrierter Akku: was steckt hinter welchem Motor?

Der 800-Wh-Akku des Avinox M2S lässt sich aus dem Rahmen nehmen; die Bosch-Varianten desselben Stereo Hybrid ONE44 tragen ihn fest integriert. Das ist der Unterschied, der im Beratungsgespräch am häufigsten den Ausschlag gibt, und er lässt sich nicht in Newtonmeter übersetzen.

Beide Bauweisen haben ihre Berechtigung. Ein fest integrierter Akku macht den Rahmen steifer und das Rad schwerer zu bestehlen. Ein entnehmbarer Akku kommt im Winter mit in die Wohnung und lädt dort, wo die Steckdose ist, nicht dort, wo das Rad steht. Wer ohne Fahrradkeller mit Stromanschluss lebt, weiß schnell, welche der beiden Varianten er braucht.

Auf der Bosch-Seite liegt die Stärke woanders, nämlich in der Auswahl: PowerTube mit 400, 600 und 800 Wh, PowerTube 750 Axial, im Trike sogar eine DualBattery mit 1.500 Wh, dazu der PowerMore 250 als Range Extender. Bosch gewinnt beim Akku nicht über die einzelne Kapazität, sondern über die Bandbreite an Kombinationen im Modelljahr 2027.


Warum sieht die Scheibe am Avinox-Hinterrad aus wie ein ABS?

Die gelochte Scheibe am Hinterrad des Avinox-Bikes ist kein ABS. Sie ist der Geschwindigkeitssensor des Antriebs: ein geschlitzter Ring an der hinteren Bremsscheibe, der von einem Hall-Sensor abgetastet wird.

Hinterrad eines CUBE Stereo Hybrid ONE44 HPC mit Avinox-Antrieb, geschlitzter Sensorring an der Bremsscheibe Kein ABS: Der geschlitzte Ring an der hinteren Bremsscheibe ist der Geschwindigkeitssensor des Avinox-Antriebs.

Wer sich das Rad von hinten ansieht, kann den Irrtum kaum vermeiden. Das Bauteil sieht aus wie ein ABS-Polrad, und das Messprinzip ist technisch tatsächlich dasselbe. Der Zweck ist ein anderer.

Der Unterschied zu Bosch liegt in der Auflösung. Bosch misst die Geschwindigkeit über einen einzelnen Magneten an Speiche oder Bremsscheibe, also mit einem Impuls pro Radumdrehung. Avinox nutzt einen Zahnkranz mit vielen Messpunkten; beim Vorgängermotor M1 waren es 42. Das System erfasst Radbewegungen dadurch feiner als eine Ein-Punkt-Messung.

Was der Ring liefert, ist das Tempo-Signal für die Unterstützung und für die Abregelung bei 25 km/h. Gebremst wird damit nichts. Wer ein ABS an seinem CUBE will, findet es im Modelljahr 2027 ausschließlich in Verbindung mit einem Bosch-Antrieb.

An diesem einen Bauteil lassen sich die beiden Philosophien gut ablesen: Bosch löst die Aufgabe mit dem einfachsten Mittel, das dafür reicht. Avinox misst feiner. Was der Antrieb aus dieser Information macht, verrät der Hersteller nicht.


Wie unterscheiden sich Display und Bedienung?

Avinox und Bosch bringen zwei getrennte Bedienwelten mit, die sich nicht mischen lassen. Auf der Avinox-Seite steht das DP100 Curved, ein Display, das mit der zugehörigen App aus einer Hand kommt. Der Reiz liegt in der Konfigurationstiefe: Unterstützungsstufen und Parameter lassen sich weitgehend frei einstellen, bis hin zum Nachlaufverhalten des Motors.

In das Oberrohr integriertes Avinox-Display am CUBE Stereo Hybrid ONE44 HPC Das Avinox-Display sitzt im Oberrohr des Stereo Hybrid ONE44 HPC.

Avinox-Remote am Lenkergriff eines CUBE Stereo Hybrid ONE44 HPC Bedient wird der Avinox-Antrieb über eine Remote am Lenker.

Bosch verteilt die Aufgabe auf mehrere Displays. Im CUBE-Modelljahr 2027 sitzt das Kiox 500 auf 102 E-Bikes und ist damit das Arbeitspferd im Trekking- und Citybereich. Am E-Mountainbike übernimmt das Kiox 400C; es ist der eigentliche Gegenspieler zum DP100 Curved, weil beide dieselbe Radgattung bedienen. Daneben kommen Intuvia 200, Kiox 300 und Purion 400 vor.

Der Unterschied lässt sich in einem Satz sagen: Bosch punktet mit einem gewachsenen Ökosystem aus eBike Flow App, Extended Boost, Trick Check, Kopplung externer Radcomputer und Updates over the air. Avinox punktet damit, dass du mehr selbst einstellen kannst.


Für wen eignet sich welcher Motor?

Vier Fahrprofile führen zu vier unterschiedlichen Empfehlungen.

  • Enduro und Bikepark. Wer viel steile, technische Anstiege fährt und regelmäßig aus dem Stand anfährt, profitiert vom Avinox M2S; dort wirkt das höhere Spitzendrehmoment tatsächlich. In derselben Baureihe steht mit dem Stereo Hybrid ONE44 HPC SLT 800 aber auch der CX-R bereit, der auf Renneinsatz abgestimmt ist.
  • Lange Touren. Hier entscheidet nicht das Drehmoment, sondern die Akku-Auswahl. Die Bosch Performance Line CX gibt es mit Kapazitäten von 400 bis 800 Wh und im Zweifel mit Range Extender. Der Avinox M2S ist auf 800 Wh festgelegt.
  • Alltag ohne Fahrradkeller. Wenn der Akku regelmäßig mit in die Wohnung muss, führt am Avinox-Bike kaum ein Weg vorbei. Im selben Rahmen ist der Bosch-Akku fest verbaut.
  • Preisbewusster Kauf. Der Avinox M2S beginnt bei 4.799 Euro. Wer darunter bleiben will, kauft ein Bosch-Rad und bekommt mit dem Reaction Hybrid ab 2.799 Euro dieselbe Performance Line CX, nur in einem anderen Rad.

Ein Hinweis noch, weil er häufig untergeht: Leicht und kraftvoll sind bei CUBE keine Gegensätze im Sinne von schlechter und besser, sondern zwei Auslegungen. Wer ein E-Mountainbike sucht, das sich möglichst nah an einem unmotorisierten Rad anfühlt, schaut auf den Bosch SX mit 60 Nm. Er sitzt im AMS Hybrid ONE44 und spielt in einer eigenen Liga, nicht in einer schwächeren.


Was der Kauf beim autorisierten CUBE-Händler bei Antriebsfragen bedeutet

Aus Werkstattsicht ist die wichtigste Zahl beim Antriebskauf keine Newtonmeter-Angabe, sondern die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten, und die schuldet immer der Verkäufer, also der Händler, bei dem das Rad gekauft wurde. Eine europaweite Herstellergarantie, wie man sie aus der Autowelt kennt, gibt es bei E-Bikes nicht. Wer online kauft, kauft die Gewährleistung dorthin, wo er bestellt hat.

Was bei uns dazugehört: Aufbau und Erstinspektion, Diagnose bei Antriebsproblemen, Prüfung des Software-Stands, die Abwicklung von Gewährleistungsfällen und das Leasing über JobRad und Bikeleasing.

Ein konkretes Beispiel, wo das im Alltag hilft: Das Power-Upgrade 2.0 können wir dir nicht abnehmen, weil es an deinem Bosch-Konto hängt. Zeigen können wir es dir aber bei der Übergabe und die Einstellung je Fahrmodus gemeinsam mit dir durchgehen. Das ist der Unterschied zwischen einem Karton und einem fahrbereiten Rad.


Welche CUBE-Modelle 2027 haben Avinox, welche Bosch CX?

Den Avinox M2S verbaut CUBE im Modelljahr 2027 ausschließlich im Stereo Hybrid ONE44 HPC. Bei uns bekommst du ihn in zwei Ausstattungen:

  • Stereo Hybrid ONE44 HPC EXC 800: zwei Farben, je 4.799 Euro
  • Stereo Hybrid ONE44 HPC Super TM 800: eine Farbe, 6.999 Euro

Beide Ausstattungsstufen gibt es in dieser Baureihe ausschließlich mit Avinox; eine Bosch-Variante von EXC und Super TM existiert im ONE44 HPC nicht. Darüber sitzt im selben Rahmen der SLT 800 mit der Performance Line CX-R für 8.499 Euro. Die Motorwahl ist in dieser Baureihe damit keine freie Entscheidung, sondern eine Folge der Ausstattungsstufe.

Ein Detail, das leicht falsch verstanden wird: Schnellladen kann nur das Super TM. Es kommt mit dem 12-A-Ladegerät, das EXC mit einem 4-A-Gerät.

Auf der Bosch-Seite sieht das Bild anders aus. Der Großteil der E-Bikes fährt mit Performance Line CX oder CX-R, verteilt auf 13 Modellfamilien; die CX ist damit der Standardmotor im Sortiment. Die vier größten Familien:

  • Reaction Hybrid: ab 2.799 Euro, das Volumenmodell im E-Hardtail
  • Kathmandu Hybrid: ab 3.199 Euro, der Trekking-Klassiker
  • Stereo Hybrid ONE44: ab 3.899 Euro, das E-Fully
  • Nuride Hybrid: ab 3.199 Euro für den Alltag


Ab wann sind die Avinox-Modelle lieferbar?

Die beiden Avinox-Ausstattungen sind zum Marktstart nicht sofort verfügbar. Nach aktuellem Lieferstand wird der überwiegende Teil der bestellten Räder im Jahr 2027 erwartet.

Was heute geht: vorbestellen und sich benachrichtigen lassen, sobald die Räder eintreffen. Was heute nicht geht: den Avinox M2S probefahren.

Bei den Bosch-Modellen ist es umgekehrt. Die Performance Line CX steht ab Marktstart im Laden und lässt sich probefahren. Wer einen Antrieb erleben will, bevor er sich entscheidet, hat im Moment also genau eine Option, und das wiegt bei einer Kaufentscheidung oft mehr als zehn Newtonmeter.


Wann sind 150 Nm im Gelände überhaupt spürbar?

Maximales Drehmoment wirkt dort, wo aus dem Stand oder aus geringer Geschwindigkeit Steigung überwunden wird: am steilen Anstieg, an technischen Stufen, beim Wiederanfahren in der Rampe und bei hohem Systemgewicht aus Fahrer, Rad und Gepäck.

Auf der Ebene und im oberen Tempobereich spielt das Spitzendrehmoment dagegen praktisch keine Rolle. Dort limitiert die Abregelung bei 25 km/h, nicht der Motor, und die gilt für den Avinox M2S und die Bosch Performance Line CX gleichermaßen.

Praktisch heißt das: Je flacher dein Revier, desto kleiner der Unterschied zwischen 120 und 150 Nm. Je steiler und technischer, desto größer. Wer überwiegend Rad- und Feldwege fährt, kauft mit dem höheren Drehmoment eine Reserve, die er selten abruft.


Ist ein CUBE mit Avinox M2S in Deutschland zulassungsfrei?

Ja. Solange der Antrieb bei 25 km/h abregelt und 250 Watt Nenndauerleistung einhält, gilt das Rad rechtlich als Pedelec, unabhängig davon, wie hoch das Spitzendrehmoment ausfällt. Du brauchst weder Versicherungskennzeichen noch Führerschein noch einen Helm nach Vorschrift.

Anders sieht es beim S-Pedelec aus: 45 km/h Unterstützung, Versicherungskennzeichen, Helmpflicht und mindestens Führerscheinklasse AM. Diese Räder gelten rechtlich als Kleinkrafträder und dürfen unter anderem nicht auf Radwegen gefahren werden.


Hat ein CUBE mit Avinox M2S ABS?

Nein. Beide Avinox-Ausstattungen fahren mit SRAM Maven in 200/200 Millimetern, ohne ABS. Ein Antiblockiersystem gibt es im CUBE-Sortiment 2027 ausschließlich in Verbindung mit einem Bosch-Antrieb. Dort ist es allerdings breiter vertreten, als viele erwarten: 35 E-Bikes aus sieben Modellfamilien sind im Modelljahr 2027 mit ABS ausgestattet.

Und noch einmal, weil die Verwechslung häufig vorkommt: Die gelochte Scheibe am Avinox-Hinterrad ist kein ABS, sondern der Geschwindigkeitssensor des Antriebs.


Kann man einen Bosch-Motor gegen einen Avinox tauschen?

Nein, das kann man nicht. Motoraufnahme, Akkuschnittstelle, Kabelbaum und Steuerung sind bei beiden Herstellern spezifisch aufeinander abgestimmt und untereinander nicht kompatibel.

Ein Motortausch wäre deshalb keine Nachrüstung, sondern ein anderer Rahmen und damit ein anderes Rad. Wer den Avinox M2S fahren will, kauft ein Stereo Hybrid ONE44 HPC in einer der beiden Avinox-Ausstattungen.


Wie viel Reichweite kostet die höhere Leistung?

Mehr Unterstützung verbraucht mehr Energie. Bei gleicher Akkukapazität sinkt die Reichweite entsprechend; wer dauerhaft im Boost oder mit den vollen 600 Prozent fährt, kommt kürzer.

Wie stark, hängt von Faktoren ab, die mit dem Motor wenig zu tun haben: Fahrergewicht und Zuladung, Höhenmeter, Untergrund, Reifendruck, Außentemperatur und die gewählte Unterstützungsstufe. Genau deshalb sind pauschale Reichweitenangaben wenig wert.

Das ist auch der Preis des Power-Upgrades: Die 120 Nm stehen dir zur Verfügung, sie kosten aber Akkuladung, sobald du sie abrufst.


Wie testest du den Antrieb vor dem Kauf?

Vier Schritte führen zu einem belastbaren Eindruck.

  1. Vereinbare einen Termin für eine Probefahrt auf einem Bosch-CX-Modell; das ist der Antrieb, den du heute fahren kannst.
  2. Fahre denselben Anstieg zweimal: einmal im Werkszustand mit 85 Nm und, sofern das Rad das Power-Upgrade bereits hat, einmal mit den freigeschalteten Werten.
  3. Schalte während der Fahrt die Fahrmodi durch und bediene das Display mit Handschuhen. Was am Tresen gut aussieht, ist am Berg nicht immer bedienbar.
  4. Lass dich für die Avinox-Modelle vormerken. Wir melden uns, sobald ein Vorführrad bei uns steht.

Wer zwischen zwei Antrieben schwankt, entscheidet das am Berg schneller als am Bildschirm.